Nein zur Organspende von "Hirntoten"!

Nein zur Organspende von "Hirntoten"!

No to organ donation from "brain dead" persons!

Non au don d'organes de personnes en etat de "mort cérébrale"!

 

Seite erstellt am: 16.01.2020

Page stardet on: 2020-01-16

Page créée le: 16.01.2020

 

Deutsch

Aufgrund der aktuellen Diskussion in Deutschland über die Bereitschaft, Organe zu spenden, möchte ich zu diesem Thema Stellung nehmen.

Für diesen Artikel habe ich Zitat aus der Webseite organspende-info.de verwendet. Diese sind kursiv hervorgehoben:

"Der Hirntod ist ein seltenes Phänomen, das nur auf der Intensivstation eines Krankenhauses festgestellt werden kann."

Hier wird also eingeräumt, dass es sich beim Hirntod um ein seltenes Phänomen handelt. Da ein Mensch jedoch hirntot sein muss, um ihm z. B. das Herz zu entnehmen, stellt sich für mich die Frage, ob es aufgrund der Seltenheit des Hirntodes überhaupt eine ausreichende Anzahl von Spenderherzen gäbe, die derzeit in Deutschland benötigt wird.

Die aktuell von der Politik geforderte erhöhte Spendenbereitschaft in der Bevölkerung kann daher nicht eine signifikante Erhöhung von Herz-Spenden bei Hirntoten bewirken, da der Hirntod ja ein seltenes Phänomen ist.

Dazu müsste bei spendenwilligen Personen die Anzahl der Hirntode künstlich erhöht werden. Dies ist eine große Gefahr und Versuchung und erinnert an die Euthanasieproblematik im Dritten Reich

Es ist zwar menschlich nachvollziehbar, aber moralisch verwerflich, wenn herzkranke Kinder gegen hirntote ältere Patienten ausgespielt werden. Das Leben jedes Einzelnen ist gleich viel wert und muss als solches geachtet und geschützt werden - und zwar bis zum tatsächlich eingetretenen Tod! Auch der Hirntote hat das Recht auf Leben, solange er noch lebt!

"Sterben ist kein punktuelles Geschehen, sondern ein Prozess, der sich über einen längeren Zeitraum erstrecken kann. Mit dem Fortschreiten dieses Prozesses kommt es mehr und mehr zum Zerfall wichtiger Funktionssysteme. Wo genau in diesem Prozess die Trennung zwischen Leben und Tod gesetzt werden kann oder soll, ist nicht einfach zu beantworten."

Fazit: Ein Mensch, der noch Zeichen des Lebens an sich trägt, ist noch nicht tot. Ein "Hirntoter" wird noch nicht bestattet, weil er eben noch nicht "tot genug" ist. Ich halte es an dieser Stelle für höchst fragwürdig, den Druck auf die Bevölkerung zu verstärken, um eine erhöhte Spendenbereitschaft zu erreichen.

"An welchem Punkt jemand den Übergang vom Leben zum Tod sieht, kann eine sehr individuelle und persönliche Einstellung sein. Daher ist es wichtig, sich bereits zu Lebzeiten auch mit dem eigenen Lebensende auseinanderzusetzen. ... Ein Organspendeausweis und eine Patientenverfügung können hier Klarheit schaffen." 

Wann der Tod eintritt, ist nicht abhängig von individueller Einstellung, daher ist weder der Organspendeausweis noch eine Patientenverfügung dazu geeignet, hierüber "Klarheit" zu schaffen. 

Es liegt nicht in der Hand des Einzelnen, zu definieren, wann aus seiner persönlichen Sicht der Tod eintreten wird oder schon eingetreten ist. Eine selbstbestimmte Definition der Dauer des Lebens sowie des Eintrittszeitpunktes des Todes wäre nicht nur individuell sondern auch willkürlich und gleichzustellen mit Suizid, d. h. einem frei gewählten Todeszeitpunkt.

"Mit dem unumkehrbaren Verlust aller Gehirnfunktionen ist der Mensch nicht mehr in der Lage, Dinge wahrzunehmen oder zu empfinden; das Bewusstsein und die Persönlichkeit sind endgültig erloschen."

Wie kann dies zweifelsfrei nachgewiesen werden? Diese Frage bleibt unbeantwortet.

Kein normal gesunder Mensch würde freiwillig lebenswichtige Organe (wie Herz oder Lunge) spenden, solange er selbst noch lebt!

Organspenden von Herz und Lunge sind immer Lebend-Spenden, weil nach der Organ-Entnahme der Mensch endgültig tot ist. Dies meint einen irreversiblen Vorgang, wonach man so einen Menschen anschließend nicht mehr ins Leben zurückholen kann.

Ob ein "Hirntoter" tatsächlich schon tot ist, in dem Sinne, dass er von einer Organentnahme nichts mehr mitbekomme oder keine Schmerzen erleide, lässt sich nicht mit letzter Sicherheit feststellen.

Durch die Erhöhung des - vermeintlich moralischen - Drucks auf potenzielle Spender entsteht am Lebensende eine angespannte Situation für alle Beteiligten, auch für Angehörige und Ärzte. Ein Sterben, das den Betroffenen im Zentrum sieht und ihm ein würdiges Hinübergehen in die Ewigkeit ermöglicht, tritt in den Hintergrund.

Anstatt an die Krankensalbung denkt man schon an die Organ-Entnahme.

Daher sage ich aus christlicher Haltung und aus Achtung vor dem Leben nein zur Spende von (für den Betroffenen) lebensnotwendigen Organen bei Hirntoten!


 

Foto / Pic / Photo: privat / private / en privé, © Walter Pirringer 2018


Video zum Thema: https://www.youtube.com/watch?v=M1ED-ow-1H4

 


 

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