Die Gefahren der modernen Belletristik

Die Gefahren der modernen Belletristik für Christen

The Dangers of modern Fiction for Christians

 

 

Aktualisiert am: 01.05.2016

Updated on: 2016-05-01

 

Deutsch

Gerade weil ich selbst Autorin bin, verfolge ich mit Sorge eine Entwicklung auf dem Buchmarkt, die seit dem Beginn der 2000er Jahre - anfangs unmerklich, später aber umso offensichtlicher - zunächst im Buchhandel und in weiterer Folge auch in unseren Bücherregalen Platz gegriffen hat: das Überhandnehmen von belletristischen Werken, die sich nach außen hin als "leichte Unterhaltungslektüre" deklarieren, inhaltlich jedoch höchst bedenklich sind. Sorgen bereitet mir auch der Umstand, dass bisher kaum jemand darauf hingewiesen und sich dazu kritisch artikuliert hat. (Das ist eigentlich die noch viel größere Sorge!)

Insbesondere meine ich hier Bücher, die das Böse als Bestandteil unseres Alltags nicht als Solches benennen und nicht auf dessen Gefahren hinweisen (wie man es noch aus den Grimm'schen Märchen kennt), sondern die dessen Bedeutung als Normalität banalisieren und dadurch stark verharmlosen. Das Böse wird als eine "Spielart des Normalen" präsentiert, und nicht als unerwünschter und schädigender Ausnahme-Zustand, den es zu vermeiden und zu bekämpfen gilt.

Ein Nebeneffekt dieses Trends ist, dass oft schon sehr junge Leser mit solchen Inhalten in Berührung kommen. Gerade bei jungen Menschen, deren Persönlichkeitsentwicklung noch nicht abgeschlossen ist, können derartige Schriften zunächst unauffällige (da schleichende), charakterschädigende Langzeitfolgen bewirken. Die Grenzen zwischen Gut und Böse werden gezielt verwischt. Das Erstrebenswerte nicht nicht mehr klar benannt sondern ist nur noch optional. Für den Pakt mit dem Bösen (= der Person des Teufels) droht keine Strafe mehr; im Gegenteil: es werden Vorteile suggeriert, die der Leser dadurch gewinnen kann.

Ebenso verwischt werden die Grenzen zwischen Fiktion und realem Leben. Figuren, die aus dem Reich des Bösen stammen und von vielen Lesern als der Märchenwelt entnommen und daher harmlos eingestuft werden, kommen in solchen Büchern vor. Nicht selten zieren sie sogar die aufwänd gestalteten Cover: es beginnt mit Elfen und Feen, erstreckt sich weiter über Zauberer, Hexen und Geister, und mündet in den ganz dunklen Sphären, wobei man sich nicht einmal mehr die Mühe macht, das Eigentliche zu verbergen: Fratzen von Dämonen, Leichen, Vampiren, Drachen und Ähnlichem. Als weitere Symbole kommen vor: Waffen (Beile, Schwerter etc.), Blut, Verletzungen usw.

Mit der Gestalt des "bösen Wolfes" im Märchen von Hänsel und Gretel haben solche Inhalte nichts mehr zu tun. - Leider üben sie auf junge und ältere Leser gleichermaßen eine große Anziehungskraft aus. Instinkte, Triebe, Gelüste und Wünsche, die im realen Leben nicht ausgeübt werden können oder dürfen, finden durch diese Art von Lektüre einen geschützten Bereich, in welchem sie - in der Phantasie des Autors und des Lesers - ausgelebt werden dürfen.

Das Bedürfnis nach Realitätsflucht trifft auf einen Ort, wo scheinbar alles erlaubt ist. Es wird für den Leser zur verlockenden "Zweitrealiltät", in welcher er sich gerne aufhält, und die in manchen Fällen sogar ein gewisses Suchtpotenzial enthält, denn das Bedürfnis nach "mehr" beschert sowohl Autoren als auch Händlern stetig steigende Umsatzzahlen.

Als Christ, der sich Gott und dem Gewissen verpflichtet fühlt, muss ich mich solchen Strömungen mit einem klaren Statement entgegen stellen. Die Geister, die hier gerufen werden, wird man nicht mehr so schnell los. Man meint, sie beherrschen zu können, dabei haben sie sich schon im Denken und Fühlen eingenistet.

Fördern Sie, liebe Leserinnen und Leser, daher die Verbreitung guter christlicher Bücher und setzten Sie dadurch ein Zeichen: für sich selbst, für Ihre Kinder und für die Gesellschaft!

© Andrea Pirringer 2016


 

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The Dangers of modern Fiction for Christians

 

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