Die Gefahren des fernöstlichen Denkens

Die Gefahren des fernöstlichen Denkens für die katholische Glaubenslehre

The Dangers of Far Eastern Thinking for the Catholic Doctrine of Faith

Les dangers de la pensée de l'Extrême-Orient pour la Doctrine de la Foi catholique

 

Aktualisiert am: 11.11.2017

Updated on: 2017-11-11

Mise à jour: 11.11.2017

 

 

Deutsch

Kürzlich las ich ein Büchlein zum Thema "Dankbarkeit" aus einem namhaften katholischen Verlag, welches optisch recht gefällig gestaltet ist, und dessen Inhalt mich sogleich ansprach. Nachdem ich einige Seiten gelesen hatte, fühlte ich jedoch immer mehr Zweifel in mir aufsteigen, ob das, was ich da las, überhaupt noch christlich bzw. katholisch ist: die Lektüre stellte sich als Vermengung von Wahrheiten und Irrlehren heraus. Nicht jeder, der derartige Schriften zur Hand nimmt, wird dies sofort erkennen. Und darin liegt die große Gefahr!

Dieses Erlebnis habe ich zum Anlass genommen, näher auf jene gefährlichen Aspekte einzugehen und  ihnen einen Artikel zu widmen.

Gerade als Christ hat man hier eine besondere Verantwortung und sollte nicht alles ungeprüft übernehmen, was sich an spiritueller Lektüre darbietet. Im Zweifel ist der Katechismus ein wichtiger Ratgeber; vergleichen Sie dessen Aussagen mit denen, die Sie gerade lesen bzw. gelesen haben!

Grundsätzlich ist es legitim, sich mit fernöstlichen Vorstellungen und Philosophien - sei es auf privater oder auf wissenschaftlicher Ebene - zu befassen. Will man jedoch als Christ Elemente daraus ins eigene Alltags- und Glaubensleben übernehmen, ist einiges zu beachten bzw. äußerste Vorsicht geboten, weil man ganz schnell - und oft unbemerkt - in ein Fahrwasser gerät, welches mit der katholischen Glaubenslehre nicht mehr vereinbar ist.

Im fernöstlichen Gedankengut gibt es Bereiche, die man als allgemeingültig einstufen kann. Sie sind für jeden Menschen logisch nachvollziehbar und befinden sich auf einer religiös neutralen Ebene, wie etwa Naturbeobachtungen.

Es ist verlockend, hier scheinbare Gemeinsamkeiten zwischen Ost und West zu orten und daraus religiöse Pseudo-Wahrheiten abzuleiten, die eine Art überkonfessionelle, den Religionen übergeordnete "Super-Religion" in Form eines Naturglaubens bilden. Diesbezügliche Bestrebungen sind daher nicht als "Brückenschlag" anzusehen sondern höchstens als Fehlschlag einzustufen. Dort, wo Gemeinsamkeiten offensichtlich nicht bestehen, lassen sich diese auch nicht herbeizaubern.

Gerade im Buddhismus gibt es keinen persönlichen Gott, keine Erlösergestalt, und aus dieser Tradition heraus haben sich Meditationsarten entwickelt, die heute auch in der westlichen Welt populär geworden sind. Ähnlich verhält es sich mit dem aus dem Hinduismus kommenden - allseits beliebten - Yoga.

Im fernöstlichen Denken geht es darum, den Menschen geistig-spirituell zu erheben. Es soll entweder eine Erleuchtung oder ein "Einswerden mit dem Bewusstsein" erreicht werden. Es wird suggeriert, der Mensch könne sich  aus dem Leid und Elend des Lebens selbst befreien.

Darin bestehen jedoch bereits die klaren Unterschiede zum christlichen, insbesondere zum katholischen Glauben.

Im Christentum gibt es 

  • keine Selbsterlösung
  • keine Selbsterleuchtung
  • keine Selbstbefreiung und
  • keine Selbstvergebung (im Sinne von Nachlass der Sünden).

Eine Meditation, die nicht auf Gott ausgerichtet ist, kreist einzig um den Menschen und kann als "Götzendienst" (im Sinne von Selbstverehrung des Menschen) eingestuft werden. Sie stellt den Menschen über den Schöpfer, ja negiert sogar zum Teil die Existenz eines Gottes bzw. eines Schöpfergottes, wie Ihn das Christentum kennt und verehrt.

Hingegen gibt es im Christentum

  • eine Erleuchtung und ein spirituelles Wachstum, welches uns aus Gnade durch den Heiligen Geist geschenkt wird
  • eine Erlösung, die uns Christus durch Sein Kreuzesopfer erwirkt hat
  • eine Befreiung, die ebenso in der Person und im Heilswirken Christi liegt und
  • eine Vergebung, die man sich nicht selbst spendet, sondern die dem reumütigen Sünder im Rahmen der Beichte gewährt wird.

Das fernöstliche Denken hat auch eine andere Sichtweise auf Sünde und persönliche Schuld des Menschen und die sich daraus ergebende Verantwortung. Das Bekenntnis der eigenen Fehler vor Gott, die Bitte um Vergebung und die Gewährung dieser in Form eines Bußsakramentes sind, wie es die katholische Tradition beinhaltet, dort nicht bekannt.

Dadurch kann es zu einer Banalisierung bzw. Verharmlosung des ethisch-moralischen Handelns sowie zu einer Abstumpfung des Gewissens kommen. - Hierin liegt eine weitere Verlockung für Menschen, die mit sich selbst nicht im Reinen sind und den Mahnungen ihres Gewissens ausweichen wollen: sie suchen "Zuflucht" in solchen Lehren, weil es sich so bequemer leben lässt.

Auch in diesem Punkt sind fernöstliche Vorstellungen nicht mit der katholischen Lehre vereinbar. Der Christ ist hinsichtlich seiner begangenen Sünden kein Selbst-Erlöser oder Schuld-Neutralisierer. Dazu hat er weder die Vollmacht noch die Fähigkeit. Er glaubt nicht an die Natur als höchste spirituelle Ebene, sondern anerkennt die Existenz eines übergeordneten Schöpfergottes, der sich in der Person Jesu geoffenbart hat, und welchem er (der Mensch) direkt Rechenschaft schuldig ist.

Text: © Andrea Pirringer 2016


 

Foto / Pic / Photo: privat / private / en privé, © Andrea Pirringer


English 

Recently, I read a booklet on the subject of "gratefulness" from a well-known (German) Catholic publisher, which is optically quite pleasing designed, and its contents appealed to me immediately. After reading a few pages, however, I felt more and more doubts arise as to what I read, whether it is still Christian or Catholic: the reading turned out to be a mingling of truths and heresies. Not everyone who picks up such writings will immediately recognize this. And therein lies the great danger!
 
I took this experience as an opportunity to take a closer look at those dangerous aspects and dedicate an article to them.
 
Especially as a Christian, one has a special responsibility here and shouldn't take everything unchecked, what presents itself as spiritual reading. When in doubt, the catechism is an important guide; compare its statements with those you just read or have read!
 
Basically, it is legitimate to deal with Far Eastern ideas and philosophies - whether on a private or scientific level. However, if you want to take over - as a Christian - elements of it in your everyday life and faith, a lot is to be observed or extreme caution is necessary, because one gets very quickly - and often unnoticed - into a fairway, which is no longer compatible with the Catholic doctrine.
 
There are areas in Far Eastern thought that can be classified as universally valid. They are logically comprehensible for everyone and are on a religiously neutral level, such as nature observations.
 
It is tempting to locate here apparent similarities between East and West and to derive from them religious pseudo-truths that form a kind of supra-denominational, the religions superordinated "super-religion" in the form of a natural belief. Such efforts should therefore not to be regarded as a "bridging the gap" but be classified at most as a failure. Where similarities obviously don't exist, they cannot be conjured up.
 
Especially in Buddhism, there is no personal God, no messianic figure, and from this tradition have developed types of meditation that have become popular today in the Western world. It's similar with from the Hinduism coming - everywhere liked - Yoga.
 
Far-Eastern thinking is about raising man mentally and spiritually. Either an enlightenment or an "becoming one with conscious mind" should be achieved. It is suggested that man can liberate himself from the suffering and misery of life.
 
However, there are already clear differences to the Christian, especially to the Catholic faith.
 
There is in Christianity
  • no self-redemption
  • no self-illumination
  • no self-liberation and
  • no self-forgiveness (in the sense of remission of sins).
A meditation that is not God-centered revolves around man and can be classified as "idolatry" (in the sense of self-worship of man). It places man above the Creator, indeed, negates in part the existences of a God or a Creator God, how He is known and revered in Christianity.
 
On the contrary, there is in the Christianity
  • an enlightenment and spiritual growth given to us by grace through the Holy Spirit
  • a salvation that Christ has obtained through His sacrifice of the cross
  • a liberation that also lies in the person and in the salvation of Christ and
  • a forgiveness that you don't administer yourself, but that is granted to the repentant sinner in the context of confession.
The Far Eastern thinking also has a different view on sin and personal guilt of the person and the responsibility arising thereby. The confession of one's own mistakes before God, the request for forgiveness and the granting of it in the form of a sacrament of penance, as the Catholic tradition implies, aren't known there.
 
This can lead to a banalisation or downplaying of ethical-moral acting as well as to a deadening of the conscience. - This is another lure for people who are not at peace with themselves and want to avoid the reminder of their conscience: they seek "refuge" in such teachings, because it can be lived so more comfortably.
 
Also in this point Far Eastern concepts aren't compatible with the Catholic doctrine. The Christian isn't a self-redeemer or guilt-neutralizer of his committed sins. For this he has neither the authority nor the ability. He doesn't believe in nature as the highest spiritual level, but recognizes the existence of a superior Creator God who has revealed himself in the person of Jesus and to whom he (the man) has to give account directly.

Text: © Andrea Pirringer 2017


Français NOUVEAU

Récemment, j'ai lu une plaquette au sujet "Gratitude" d'une maison d'édition catholique (allemande) renommée, laquelle est dessinée très agréable, et son contenu m'a immédiatement séduit. Après avoir lu quelques pages, cependant, j'ai senti de plus en plus de doutes surgissent, si ce que j'ai lu là est encore chrétien ou catholique: la lecture s'est avérée être un mélange de vérités et d'hérésies. Non chacun qui prend les écritures pareilles le reconnaîtra immédiatement. Et c'est là que réside le grand danger!
 
J'ai pris cette expérience comme une opportunité pour entrer dans le detail de ces aspects dangereux et leur dédier un article.
 
Surtout en tant que chrétien, on a une responsabilité particulière ici et ne devrait pas prendre tout sans contrôle, ce qui se présente à la lecture spirituelle. En cas de doute, le catéchisme est un guide important; comparez ses déclarations avec celeux-ci que vous lisez justement ou avez lu!
 
Fondamentalement, il est légitime de traiter des idées et des philosophies de l'Extrême-Orient - que ce soit sur un plan privé ou scientifique. Si on veut prendre en charge, donc - comme chrétien - des éléments de cela dans la propre vie quotidienne et la vie de la foi, beaucoup de choses doivent être observées ou une extrême prudence s'impose, parce que l'on arrive tout à fait vite - et souvent inaperçu - dans un chenal qui n'est plus compatible avec la doctrine catholique.
 
Il existe des domaines de la pensée extrême-orientale qui peuvent être considérés comme universels. Ils sont logiquement compréhensibles pour chaque personne et sont à un niveau religieusement neutre, comme p. ex. les observations de la nature.
 
Il est tentant de trouver ici des convergences apparentes entre l'Orient et l'Occident et en déduire des pseudo-vérités religieuses qui forment une sorte de «super-religion» interconfessionnelle, ce qui est superordonnée sur les religions, sous la forme d'une foi naturelle. Des efforts à ce sujet ne doivent donc pas être considérés comme un rapprochement (jeter un pont) mais comme un échec. Là où les similitudes n'existent évidemment pas, elles ne peuvent être évoquées.
 
Surtout dans le bouddhisme, il n'y a pas de Dieu personnel, pas de figure de rédempteur, et de cette tradition ont développé des types de méditation qui sont devenus populaires aujourd'hui aussi dans le monde occidental. Sembablement cela se comporte avec de l'hindousime provenant - partout populaire - l'yoga.
 
Dans la pensée extrême-orientale il s'agit de lever l'homme mentalement et spirituellement. Une illumination ou un «devenir un avec la conscience» devrait être réalisé. Il est suggéré que l'homme puisse se libérer lui-même de la souffrance et de la misère de la vie.
 
Donc, en cela, les différences claires avec le chrétien - en particulier avec la foi catholique - se composent déjà.
 
Il n'y a pas dans le christianisme
  • d'auto-rédemption
  • d'auto-illumination
  • d'auto-libération et
  • d' auto-pardon (dans le sens de la rémittence des péchés).
Une méditation qui n'est pas centrée sur Dieu tourne autour de l'homme et peut être classée comme «idolâtrie» (dans le sens de l'auto-adoration de l'homme). Elle place l'homme au-dessus du Créateur, niant même en partie l'existence d'un dieu ou d'un dieu créateur, comme il connaît et vénère le Christianisme.
 
Au contraire, il y a dans le christianisme
  • une illumination et une croissance spirituelle, qui nous est donnée par la grâce à travers le Saint-Esprit
  • un rédemption que le Christ a obtenu à travers son sacrifice de la Croix
  • une libération qui réside aussi dans la personne et dans le rédemption du Christ et
  • un pardon que l'on ne donne pas soi-même, mais qui est accordé au pécheur repentant dans le cadre de la confession.

La pensée extrême-orientale a aussi une vision différente du péché et de la culpabilité personnelle de l'homme et de la responsabilité qui en résulte. La confession de ses propres fautes devant Dieu, la demande de pardon et l'octroi de celle-ci sous la forme d'un sacrement de pénitence, comme l'implique la tradition catholique, n'y sont pas connues.

 
Cela peut mener à une banalisation ou à une minimisation de l'action éthique-morale, ainsi qu'à un ternissement de la conscience. - Là-dedans un autre attrait se trouve pour les personnes qui ne sont pas en phase avec elles-mêmes et qui veulent éviter le rappel de leur conscience: elles cherchent à se «réfugier» dans de tels enseignements, parce qu'elles sont si confortables à vivre.
 
Aussi dans ce point, les idées d'Extrême-Orient ne sont pas compatibles avec la doctrine catholique. Le chrétien n'est pas un auto-rédempteur ou un neutralisateur pour ses péchés. Pour cela, il n'a ni l'autorité ni la capacité. Il ne croit pas en la nature en tant que niveau spirituel le plus élevé, mais reconnaît l'existence d'un dieu créateur supérieur qui s'est révélé dans la personne de Jésus et à qui il (l'homme) rend des comptes.
 

Texte: © Andrea Pirringer 2017


 

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